Informationen über Zahlungsansprüche  

Die bisherigen Zahlungsansprüche in der ZID-Datenbank wurden im Laufe des Jahres 2015 entwertet. Ab April 2016 wurden jedem aktiven Landwirt neue Zahlungsansprüche zugeteilt.

Die bewirtschaftete Flächen sind bis einschließlich dem PJ 2022 förderfähig. 

Für den Zeitraum danach wird die EU die landwirtschaftliche Prämie wieder neu verhandeln.

Wichtige Fakten:

  • Nur wer einen gültigen Zahlungsanspruch besitzt kann für seine Fläche eine Direktzahlung beantragen                                     
  • 1 Zahlungsanspruch (Betriebsprämie) entspricht 1 Hektar Fläche                          
  • Überzählige Zahlungsansprüche kann man 1 Jahr ruhen lassen, im zweiten Jahr werden nicht aktivierte Zahlungsansprüche eingezogen. Es gibt keine ROTATIONSMÖGLICHKEIT mehr!                                                                         
  • ZA können - wie in der Vergangenheit auch - gehandelt werden. Neu ist eine weitere Möglichkeit: Ab 2016 können ZA auch ohne Fläche verpachtet werden.

Einschränkungen: Wenn die beihilfefähige Fläche des Betriebs kleiner als 1 ha ist, werden grundsätzlich keine Direktzahlungen gewährt.

Mittelherkunft: EU - Europäischer Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL)

Basisprämie: 

Alle Zahlungsansprüche in Deutschland haben ab dem PJ 2019 einen einheitlichen Basiswert. Im Prämienjahr 2021 beträgt dieser Wert 173,16 €.

Greening:

Das Greening umfasst drei Teilbereiche:

  • Dauergrünlanderhalt
  • Anbaudiversifizierung (Fruchtartenvielfalt)
  • ökologische Vorrangflächen

Von den Greeningauflagen sind Betriebe, die die Direktzahlungen im Rahmen der Kleinerzeugerregelung beantragen, sowie Betriebe des ökologischen Landbaus befreit. Die Greeningprämie beträgt ca. 87 € (bundeseinheitlich ) im Jahr 2015 je Hektar.

Umverteilungsprämie:

Die Umverteilungsprämie wird für maximal 46 mit Fläche aktivierte Zahlungsansprüche gewährt. Sie beträgt jeweils ca. 50 € für die ersten 30 ZA und ca. 30 € für die weiteren 16 ZA.

Junglandwirtezuschlag:

Im ersten Jahr der Antragstellung bekommen Landwirte, die im ersten Antragsjahr noch nicht 40 Jahre alt sind, fünf Jahren nach der erstmaligen Übernahme einer „Betriebsleitereigenschaft“ einen zusätzlichen Bonus in Höhe von 44€/ha für die ersten 90 ha des Betriebes. Dies gilt auch nur für eine erstmalige Verantwortung für einen Betrieb und ist auch gültig für Mitglieder einer GbR. Voraussetzung laut EU-Verordnung ist eine wirksame und langfristige Kontrolle über den Betrieb bezüglich Betriebsführung, Gewinn und finanziellem Risiko.